|
Um 1920 kam ein junges Ehepaar, Jakob und Emilie Epple, geborene Kochendörfer, aus dem Schwäbischen nach
Heidelsheim.
Der Mann war Bäckermeister und so gründeten sie, nachdem sie im Ortszentrum ein Haus erworben hatten, eine Bäckerei.
Beide waren gläubige Menschen und es war Ihnen ein Anliegen und eine Freude, Missionare und Prediger in ihr Haus einzuladen, um im Rahmen eigens Hauskreises Gottes Wort und Berichte
aus den Missionsgebieten zu hören.
Mit der Zeit interessierten sich weitere Personen für dieses Anliegen und man traf sich regelmässig in immer werdender Runde zur “Gemeinschaftsstunde”.
Auf diese Weise entstand in Heidelsheim eine Gemeinschaft, die aufgrund ihrer Verbindung zur Liebenzeller Mission quasi als erste Liebenzeller Gemeinschaft bezeichnet werden kann.
Inzwischen hatte die Familie Epple ihr altes Haus abgerissen und ein neues Haus an derselben Stelle errichtet. Zugleich wurde im oberen Stockwerk ein Versammlungsraum eingerichtet, in
dem nun die Versammlungsstunden abgehalten werden konnten. Doch auch dies war keine Lösung auf Dauer, denn bald wurde der Raum für die eigene Familie benötigt.
Als die Familie Epple ein altes Bauernhaus in der Nachbarschaft erwerben konnte, fanden die Zusammenkünfte vorübergehend dort statt.
In dieser Zeit reifte unter den Besuchern der Gemeinschaftsstunde der Wunsch nach einem eigenen Haus. Man hatte einerseits grosse Bedenken wegen der Finanzierung eines solchen
Vorhabens, andererseits wollte man den Schritt im Vertrauen auf Gott wagen.
Zunächst musste eine juristische Person entstehen, um ein Grundstück erwerben zu können. Deshalb gründeten 18 Frauen und 4 Männer am 07. Juni 1959 den Verein “Landeskirchliche
Gemeinschaft der Liebenzeller Mission e.V. Heidelsheim”.
Mit dem Erwerb eines Teils des Gartengrundstückes der Familie Epple in der damaligen Talstraße konnte im Frühjahr 1960 mit dem Bau des Gemeinschaftshauses begonnen werden.
Viele Arbeitsstunden und Spenden wurden von freiwilligen Helfern aus Heidelsheim und Umgebung (vor allem Unteröwisheim) erbracht. Am 1. Advent 1961 konnte das Haus dann eingeweiht
werden. Im Lauf der Zeit wuchs die Zahl der Besucher immer weiter. So bestätigte Gott das Vertrauen, in dem die damaligen Gründer diesen nicht leichten Schritt zum Bau des Hauses wagten.
Heute finden in diesem Haus pro Woche ca elf verschiedene Veranstaltungen statt.
Nachdem in den letzten Jahren unser Haus für die vielen Veranstaltungen zu klein war, wurde im Jahr 2004 mit einem Umbau zusätzlicher Platz geschaffen.
Infos zum Bau>
|